Gesunde Ernährung

Tiermilch und Pflanzenmilch

 von Hans , 11.03.2011 20:32

Hallo miteinander,

heute möchte ich wieder einmal ein recht diffiziles Thema aufgreifen. Es geht dabei um die Rolle von Milchprodukten in unserer Ernährung. Anregung dazu habe ich bekommen aus der Diskussion zur Ziegenmilch bei uns im Forum und aus einer Vision, die ich wahrnehmen durfte.

Auch ich habe bis zu diesem Zeitpunkt leidenschaftlich gerne Ziegenkäse gegessen. Vor allem deshalb, weil er mir sehr gut geschmeckt hat, aber auch weil ich das Gefühl hatte, daß es den Ziegen besser geht, als den intensiv gehaltenen Milchkühen, die oftmals das Sonnenlicht überhaupt nicht sehen oder auf angesäten Weiden grasen müssen, auf denen nahezu keine schmackhaften Wildkräuter vorkommen.

Doch nun zur ersten Anregung. Als ich die schöne Webseite eines Ziegenhofes etwas genauer gelesen habe, ist mir der folgende Absatz aufgefallen:

Ziegenmilch ist sehr gesund, schmackhaft, leicht verdaulich und besonders geeignet für Leute mit einer Kuhmilchunverträglichkeit. Die Ziegen liefern nicht nur die leckere Milch, sondern sind auch als Fleischproduzenten nicht zu verachten. Die jungen Lämmer werden mit ca. 10 Wochen geschlachtet. Sie liefern uns einen leckeren Zickelbraten, der in unserer Gegend vor allem in der Osterzeit sehr beliebt ist. Ältere Ziegen werden zu Jagd-, Leber-, Brat- oder Bockwurst, aber auch zu Salami verarbeitet.

Da hat es bei mir irgendwie „klick“ gemacht. So ist mir plötzlich klargeworden, daß zur Herstellung des Ziegenkäses natürlich Ziegenmilch benötigt wird. Diese Ziegenmilch ist aber eigentlich für das Zicklein bestimmt. Wir bekommen die Milch nur dann, wenn das Ziegenjunge seiner Mutter weggenommen und getötet wird. Das ist der Preis und damit auch eine gewisse Schuld, die dabei aufgebaut wird. Dieses Problem steht ganz genauso bei den Kühen. Alle Tiere geben nur dann Milch, wenn sie Junge zur Welt gebracht haben und sie auf diese Weise ernähren wollen. Und wir können diese Milch nur dann für die menschliche Ernährung nutzen, wenn wir die Tierjungen töten und dann schließlich aufessen.

In dem obigen Zitat ist mir das so richtig klar geworden. Auch habe ich plötzlich einen riesigen Fleischwolf vor mir gesehen, in den oben die getöteten Ziegen hineingelassen wurden und unter die „leckere“ Wurst herauskam.

Und dann habe ich mich gefragt: Will ich das wirklich? Gibt es vielleicht auch Alternativen dazu? Da habe ich mich kundig gemacht. Habe in Suchmaschinen herumgestöbert und bin auf die Mandelmilch und die Sojamilch gestoßen. Und als ich mir nur vorgestellt habe, Milch und Joghurt, vielleicht sogar Käse, aus diesen Pflanzen zu genießen, ist mir unwahrscheinlich leicht ums Herz geworden. Ich hatte eine Möglichkeit gefunden, mich von solch einer Schuld diesen tierischen Geschöpfen gegenüber, abzukoppeln.

Das heißt jedoch nicht, daß das jederman so sehen und empfinden muß. Damit im Zusammenhang steht diese Vision, die ich wahrnehmen durfte. Sie lautet etwa folgendermaßen:

„Je geistiger wir etwas betrachten, desto geistiger werden wir auch wahrnehmen.“

Wenn also zwei Menschen aus unterschiedlicher Ebene etwas beurteilen, können beide zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Beide haben auf ihre Weise recht. Die Konsequenz daraus kann eigentlich nur lauten, den jeweils anderen Menschen mit seiner Wahrnehmung zu respektieren, Toleranz und Liebe (Annahme) miteinander zu entwickeln.

Wie man also zur Ernährung mit Fleisch- und Milchprodukten steht, hängt wesentlich von der eigenen Sichtweise ab, die man sich durch Wissen, Erfahrung und auch durch Intuition erarbeitet hat.

Wer also noch gerne Fleisch, Wurst, Fisch und Tiermilchprodukte zu sich nimmt, soll das ruhig weiter tun. Doch er sollte dabei nicht stehenbleiben. Man sollte sich mit solchen Fragen beschäftigen. Und man wird sich umso mehr damit beschäftigen, je weiter man sich geistig öffnen kann. Mit der Zeit erscheinen dann alle Geschöpfe in einem ganz anderem Licht...

Dabei gilt sicherlich die Grundwahrheit, daß es besser ist, Biofleisch und Biomilchprodukte zu essen, als Produkte aus industrieller Mast. Noch besser ist es jedoch, sich von der Last des Fleischverzehrs völlig zu lösen. Ich habe das sehr befreiend empfunden. So etwas funktioniert jedoch nicht durch Verbote, auch nicht sich selbst gegenüber, sondern durch ein inneres Gefühl, welches sich mit der Zeit entwickelt, wenn man das zuläßt.

Ähnlich ist es mit Fisch. Heutzutage ist fast nur noch sehr gequälter Fisch zu haben – aus Aquakultur oder in geringerem Maße Hochseefisch, der sehr brutal zu Tode gekommen ist. Auch dabei gerät man in eine kollektive Schuld gegenüber diesen Kreaturen, ohne die es sich einfach leichter lebt.

Das sind also alles keine Neuigkeiten. Ich wußte das schon vorher. Doch irgendwie sind diese Wahrheiten in meinem Gehirn neu sortiert worden und drängen ganz intensiv nach Lösungen.

Wie also sehen meine Alternativen aus?

Zunächst habe ich mich nach Rezepten der Zubereitung dieser für mich neuen Milchprodukte umgesehen. Das war nicht schwer. Hier kann ich einige Quellen dazu angeben:

Dann habe ich mir entsprechende Gerätschaften besorgt. So mancher von Euch wird so etwas schon zu Hause haben und könnte es gleich nutzen.

Ein Mixer ist dafür nicht schlecht. Ich habe diesen hier genommen. Ich möchte hier nur das Gerät zeigen. Man kann es natürlich bei unterschiedlichsten Anbietern erwerben.

Damit habe ich auch schon leckeres Eis aus gefrorenen Beeren, die man überall bekommen kann, und Mandelmilch hergestellt. Die gefrorenen Beeren einfach in den Mixbecher geben, Mandelmilch oder auch Sojamilch drüber gießen und mixen. Solch ein gutes Eis habe ich lange nicht gegessen. Man kann natürlich auch Schlagsahne dazugeben. Schmeckt auch sehr gut. Doch dann ist man eben wieder bei Tiermilch gelandet...

Ein Joghurtbereiter ist auch sehr nützlich. Ich habe mich für den folgenden entschieden, weil er recht preiswert ist und 14 kleine verschraubbare Gläser dabei sind. Man hat also die Portionen gleich fertig. Und während die ersten Gläser bereits in den Kühlschrank gewandert sind, kann man die nächsten 7 Gläser schon reifen lassen.

Wenn man diese neuen Milchprodukte per Hand zubereiten möchte, funktioniert das mit diesen Gerätschaften schon. Da die Sojamilch jedoch gekocht werden muß und ich nicht immer ganz so viel Zeit dafür aufwenden möchte, habe ich mich noch für einen automatischen Sojamilchbereiter entschieden. Damit kann man auch ungekochte Mandelmilch zubereiten. Solch ein Gerät muß man nicht unbedingt haben, ist aber halt auch nicht schlecht, wenn man so etwas nutzen kann.

Als Grundzutaten braucht man eigentlich nur Mandeln für die Mandelmilch und Soja für die Sojamilch und Joghurtferment wenn man auch Joghurt zubereiten möchte. Für die Joghurtzubereitung werden auch Sonnenblumenkerne empfohlen. Das kann man in Bioqualität überall kaufen. Auch in meinem Shop werde ich die jeweils höchste Qualität dieser Produkte künftig vorrätig haben...

Damit das alles etwas schneller geht, habe ich mir heute einen Tetrapack Sojamilch im Naturkostladen gekauft und den Joghurt damit angesetzt. Künftig kann ich diese Sojamilch und auch die Mandelmilch selber und zwar viel preiswerter herstellen. Vielleicht gelingt mir auch eine Käse-Kreation...

In den nächsten Tagen werde ich mich dazu nochmals melden, wie der Joghurt schmeckt und wie sich alles weiterentwickelt hat...
Doch vielleicht hat auch von Euch schon jemand entsprechende Erfahrungen gesammelt oder kann gute Rezepte empfehlen. Hier wäre ein guter Ort dazu...

Für heute erst einmal genug.
Liebe Grüße und alle guten Wünsche

Euer Hans


Hans
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