Gedanken zum Problem der Limburger Kirchenaustritte

#1 von Hans , 23.10.2013 16:57

Hallo miteinander,

schon eine ganze Zeit lang bewegt mich dieses Problem der Kirchenaustritte im Zusammenhang mit dem Geschäftsgebaren des Limburger Bischofs Tebartz-van Elst.

Doch die folgende Information von Focus online regt mich doch an, einige Gedanken dazu aufzuschreiben.

„Drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) haben Verständnis dafür, dass Christen wegen des Skandals um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst aus der Kirche austreten. Das ergab eine Emnid-Umfrage für den FOCUS. Darin gaben nur 22 Prozent an, sie hätten kein Verständnis, wenn Gläubige wegen des Skandals der Kirche den Rücken kehrten. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte für FOCUS am 16. und 17. Oktober 1009 repräsentativ ausgewählte Personen.“

Dabei scheint es unerheblich zu sein, ob das pro Tag 20, 30 oder 50 Mitglieder der katholischen Kirche sind, die austreten. Es geht eher um das Problem, welches sich dahinter verbirgt.

Ich frage mich die ganze Zeit, ob die zweifelhaften Investitionen in der Limburger Diözese Ursache oder Anlaß sind, der Kirche den Rücken zu kehren.

Jene, die tief in ihrem Glauben und in tiefer Gottverbundenheit verwurzelt sind, werden sich wohl durch ein solches menschliches Versagen nicht allzusehr beeindrucken lassen. Und wenn ihnen die kirchliche Gemeinschaft wichtig ist, werden sie sich auch nicht von ihr abwenden.

Jene jedoch, die in ihrer Beurteilung des Ganzen die Tagesprobleme im Vordergrund sehen, die werden ein deutlich größeres Potential an Unzufriedenheit empfinden. Vielleicht hat so mancher auch einen Anlass gesucht, sich von der Kirche zurückzuziehen. Möglicherweise gibt es noch viele andere Fragen, die weniger brisant, die jedoch durchaus für den einzelnen Menschen bedeutend sein können, einen solchen Schritt zu gehen.

Nun geschieht ja nichts zufällig auf der Welt. Sowohl der Limburger Bischof ist geführt worden. Es ist halt nur die Frage von wem? Und die Austritte haben sicherlich auch ihren Sinn.

Möglicherweise handelt es sich um eine Reinigung der Kirche. Das kann man aus der Sicht der Zusammensetzung des Kirchenvolkes betrachten, aber auch in der Veränderung so mancher jahrhundertealter Traditionen, besonders in der Verwaltung und Geheimhaltung des kirchlichen Vermögens und der Finanzen. Es drängen sich Veränderungen auf, die mit deutlich stärkerer Öffnung verbunden sind.

Bereits jetzt wird ja deutlich, dass dieses Beispiel auf ganz Deutschland ausstrahlt. Vieles wird nicht mehr so weitergehen können, wie bisher. In diesem Sinne ist der ganzen Aufruhr durchaus auch eine überaus nützliche Seite abzugewinnen.

Eine andere Frage, die recht interessant sein dürfte, ist die, was aus den ausgetretenen Kirchenmitgliedern eigentlich wird? Wie werden sie künftig mit ihrem Glauben umgehen? Auf welche Weise werden sie Gottes Segen empfangen? In wessen "Hände“ werden sie möglicherweise getrieben werden?

Nun muss man nicht unbedingt einer Glaubensgemeinschaft angehören, um ein gottverbundener Mensch zu sein. Viele Möglichkeiten werden sich jenen Ausgetretenen offenbaren. Wichtig wird es wohl sein, dass sie der richtigen “Fährte“ folgen. Das hingegen wird in der Verantwortung jedes Einzelnen liegen. Ich wünsche mir, dass ein jeder, der ausgetreten ist, sich auch weiterhin und vielleicht noch wirksamer der Göttlichen Kraft öffnet und diese auch empfangen kann.

Liebe Grüße und alle guten Wünsche

Euer Hans

Oktober 2013


 
Hans
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zuletzt bearbeitet 23.10.2013 | Top

   

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